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App-Nutzung hat sich 2013 verdoppelt

von horchposten am 15. Januar 2014 in Allgemein,iPad,iPhone

Wetweit ist die App-Nutzung im vergangen Jahr um 115 Prozent gestiegen, dass haben die US-Marktforscher von Flurry in ihrem Blog bekannt gegeben. Amerikanische und asiatische Messaging-Apps und Sharing-Apps waren für dieses Wachstum verantwortlich, insbesondere WhatsApp, WeChat, KakaoTalk, LINE, SnapChat – und natürlich der Facebook Messenger.

Die gestiegenen Nutzungszahlen bei Messaging-Apps und Sharing-Apps haben selbst Flurry CEO Simon Khalaf überrascht. Das Nutzerverhalten verdeutlicht für Khalaf allerdings auch, warum Facebook so viel für SnapChat geboten hat und bei Instagram Direktnachrichten einführte.

Großen Anteil an der zunehmenden App-Nutzung haben unserer Meinung jedoch auch die Zubehör-Hersteller. Immer mehr dieser Geräte werden ja über eine Smartphone-App oder Tablet-App gesteuert. Insbesondere bei den Spielen und im Bereich Sport, Gesundheit und Fitness darf man in diesem Jahr mit weiterem App-Zubehör rechnen – beispielsweise einem Handgelenk-Blutdruckmessgerät. Die zugehörige App gibt es kostenlos im Apple App Store, das Messgerät selbst kostet 39,95 Euro.

App Nutzung im Jahr 2013

Die obigen Zahlen gelten natürlich nur für alle von Flurry getrackten Apps – allerdings gilt Flurry Analytics unter den Entwicklern als das Google Analytics für Apps. Das Analytics-Tool unterstützt alle relevanten mobilen Betriebssysteme und analysiert auf 1,3 Milliarden Mobile Devices das Nutzerverhalten bei über 400.000 Apps.

 

Bildnachweis: Die Infografik über die App-Nutzung im Jahr 2013 wurde von Mathias Brandt für die Statista GmbH erstellt und unter Creative-Commons-Lizenz (CC BY-ND 3.0) veröffentlicht.

Mehr Infografiken zu Apps und App-Stores, sowie Statistiken und Studien zu vielen weiteren Themen, sind bei Statista  zu finden.

Die Marke Apple ist wertvoller als Google oder Coca-Cola

von horchposten am 30. September 2013 in Allgemein

Vom iPhone 5s und iPhone 5c hat Apple innerhalb weniger Tage 9 Millionen Geräte abgesetzt – und jetzt wirken sich diese Verkaufserfolge auch auf Apples Markenwert aus. So sieht es zumindest die Consulting-Firma Interbrand, die in ihrer jährlichen Studie Best Global Brands erstmals Apple als wertvollste Marke der Welt einstuft. Interbrands CEO Jez Frampton kommentiert den Erfolg der Marke Apple so:

„Every so often, a company changes our lives — not just with its products, but with its ethos. This is why, following Coca-Cola’s 13-year run at the top of Best Global Brands, Apple now ranks #1. Tim Cook has assembled a solid leadership team and has kept Steve Jobs’ vision intact – a vision that has allowed Apple to deliver on its promise of innovation time and time again.“

Ist da jemand etwa ein Fan von Steve Jobs? Für Framptons Lobgesang gibt es jedoch gute Gründe. Interbrand beziffert den Wert der Marke Apple auf 98,3 Milliarden US-Dollar – im Vergleich zum Vorjahr ist dies eine Wertsteigerung von 28 Prozent! Da konnte nur Google den Anschluss halten – die Marke Coca Cola ist dagegen auf den dritten Platz abgerutscht.

Marken Statistik: Markenwert der zehn wertvollsten Marken weltweit

 

Bildnachweis: Die Infografik über den Markenwert der zehn wertvollsten Marken wurde von Mathias Brandt für die Statista GmbH erstellt und unter Creative-Commons-Lizenz (CC BY-ND 3.0) veröffentlicht.

Mehr Infografiken über Apple, Google und andere Marken, sowie Statistiken und Studien zu vielen weiteren Themen, sind über die deutsche Website und die amerikanische Website der Statista GmbH zu finden.

 

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Wie hat der Wechsel von iOS 6 zu iOS 7 geklappt?

von horchposten am 21. September 2013 in Allgemein,iPad,iPhone

Wenn Apple eine Sache wirklich gut im Griff hat, dann sind es seine Systemupdates. Seit dem 18. September steht iOS 7 zum Download bereit – und der Andrang auf die neueste iOS-Version war offenbar riesig! Zeitweise gingen die Download-Server sogar in die Knie. Doch innerhalb von drei Tagen lief iOS 7 bereits auf über 40 Prozent aller iOS-Geräte. Tendenz stark steigend.

Wir gehen davon aus, dass am Ende knapp 90 Prozent aller aktiv genutzten iOS-Geräte mit dem neuen Betriebssystem laufen werden. Das wäre für App-Entwickler natürlich klasse, denn gerade die Fragmentierung eines Betriebssystems macht die App-Entwicklung so aufwändig und teurer. Für Google ist zum Beispiel die Verbreitung veralteter Android-Versionen inzwischen ein echtes Problem – bei Apple kennt man dagegen solche Probleme gar nicht. Das ist nicht nur ein Vorteil für App-Entwickler und Hersteller von App-Zubehör, sondern auch für alle Apple-Kunden.

 

Apple-Infografik: Verteilung der iOS Versionen

Apple-Infografik: Verteilung der iOS Versionen

 

Die meisten Nutzer von iOS-Geräten sind angetan vom neuen System. Es gibt jedoch einige Apple-Kunden, die sich nach einem sogenannten Downgrade erkundigt haben – doch nach der Installation von iOS 7 ist es nicht mehr möglich, dass man zu einem veralteten System zurück wechselt. Apple hat eindeutig erklärt: Ein Downgrade ist nicht mehr möglich!

 

Bildnachweis: Die Infografik über die Verteilung der iOS-Versionen wurde von Mathias Brandt für die Statista GmbH erstellt und unter Creative-Commons-Lizenz (CC BY-ND 3.0) veröffentlicht.

Mehr Infografiken zu Apple und iOS, sowie Statistiken und Studien zu vielen weiteren Themen, sind über die deutsche Website und die amerikanische Website der Statista GmbH zu finden.

Apple feiert 5 Jahre App-Store

von horchposten am 10. Juli 2013 in Allgemein

Arktis und alle Apple-Fans gratulieren zu 5 Jahren App-Store! Mit diesem Online-Store hat Apple tatsächlich den bisher erfolgreichsten Software-Marktplatz entwickelt. Laut Apple-Konzern sind derzeit 900.000 Apps im Store verfügbar, dass wurde im Juni 2013 auf der World Wide Developers Converence (WWDC) bekannt gegeben. Dabei hätte es diese Erfolgsgeschichte fast nicht gegeben, den Apple-Gründer Steve Jobs hielt überhaupt nichts von so einem Online-Store. Erst nach langer Überzeugungsarbeit lenkte Jobs schließlich ein und am 10. Juli 2008 ging der App-Store endlich online.

HAPPY BIRTHDAY APP-STORE!

 

5 Jahre App Store

 

Bildnachweis: Die Infografik zu 5 Jahre App-Store wurde von Mathias Brandt für die Statista GmbH erstellt und unter Creative-Commons-Lizenz (CC BY-ND 3.0) veröffentlicht.

Mehr Infografiken zu Apple und Apps, sowie Statistiken und Studien zu vielen weiteren Themen, sind über die deutsche Website und die amerikanische Website der Statista GmbH zu finden.

 

Gerade hat Apple einen ersten Blick auf iOS 7 gewährt, schon gibt es für App-Entwickler auch einige interessante Zahlen über die Verbreitung der alten iOS-Versionen: 94% der iOS-Nutzer haben auf ihren Geräten iOS 6 installiert, nur 5% verwenden noch iOS 5. Letzteres sind wohl solche iPhones, iPads und iPods, die leider von iOS 6 nicht mehr unterstützt werden. Interessant ist aber, dass nicht nur Apple, sondern auch Google einige Zahlen zur Verbreitung von Android veröffentlicht hat.

 

Apple-Statistik zur Verbreitung von iOS-Versionen

Verbreitung unterschiedlicher iOS-Versionen

 

Google hat ebenfalls für App-Entwickler die Verbreitung der verschiedenen Android-Versionen ermittelt – allerdings zeigt sich da ein ganz anderes Bild. Bei Google hat die letzte Android-Version Jelly Bean nur eine Verbreitung von 33%, dessen Vorgänger ist noch immer auf 25,6% aller Geräte installiert. Demnach laufen im Mai 2013 auf 41,4% aller Android-Gerät noch Versionen, die völlig veraltet sind.

Von den Geräte-Herstellern wurden offensichtlich zahlreiche Smartphones und Tablets verkauft, für die sie jetzt keine System-Updates bereitstellen. Tatsächlich beschweren sich im Internet immer mehr Kunden, dass ihre Android-Geräte vom jeweiligen Hersteller keinen Support erhalten. Ein Problem, das man mit iPhone und iPad nicht hat.

 

Infografik von Statista: Verbreitung von Android Ice Cream Sandwich und Jelly Bean

 

Apple und Google haben ihre Daten von Mai auf Juni zur genau gleichen Zeit ermittelt. Das macht besonders deutlich, wie unterschiedlich iOS und Android die Verbreitung der verschiedenen Versionen ist. Für App-Entwickler sind diese vielen Smartphones und Tablets mit den unterschiedlichsten Android-Versionen ein echtes Problem. Diese Fragmentierung macht die App-Entwicklung deutlich aufwändiger und teurer. Google ist sich der Situation durchaus bewusst, aber bisher hat keine Maßnahmen geholfen, um die weitere Android-Fragmentierung aufzuhalten.

 

Bildnachweis: Die Infografik über Android-Geräte mit Ice Cream Sandwich und Jelly Bean wurden von Mathias Brandt für die Statista GmbH erstellt und unter Creative-Commons-Lizenz (CC BY-ND 3.0) veröffentlicht.

Mehr Infografiken zu Android und iOS, sowie Statistiken und Studien zu vielen weiteren Themen, sind über die deutsche Website und die amerikanische Website der Statista GmbH zu finden.

 

Auch im Jahr 2012 werden am Heiligen Abend vor allem Bücher, Spielwaren und Kleidung unter dem Weihnachtsbaum liegen. Daneben werden auch wieder Gutscheine und natürlich viel Bargeld verschenkt – insgesamt sollen es 3,4 Milliarden Euro werden. Das prognostiziert zumindest die Gesellschaft für Konsumforschung (GfK) nach einer Verbraucherumfrage.

Im Vergleich mit den letzten Jahren soll sich bei den Weihnachtsgeschenken also wenig ändern, aber beim Einkaufsverhalten hat die GfK deutliche Veränderungen festgestellt. Rund 91 Prozent der Deutschen wollen Weihnachtsgeschenke kaufen – und bei denen wird der Onlinekauf immer beliebter:

  • Laut Gfk beabsichtigen 67 Prozent der Befragten Abos und Veranstaltungstickets im Internet zu kaufen. Im vergangenen Jahr lag der Wert noch bei 60 Prozent. Praktischen Geschenkgutscheine wollen dagegen nur 20 Prozent online besorgen. Damit sollen Abos und Tickets in diesem Jahr der unerwartete Spitzenreiter bei den Weihnachtsgeschenken werden.
  • Die Spielkonsolen wollen 55 Prozent im Online-Handel kaufen, die benötigten Konsolenspiele dagegen nur 52 Prozent. Da vermeiden wohl einige Eltern bei den Spielen mögliche Fehlkäufe und lassen die Kids gleich selbst einkaufen.
  • Computer, Netbooks und Tablets (wie iMac, MacBook Pro, MacBook Air und iPad) wollen 50 Prozent der Befragten, Computerspiele rund 52 Prozent und Software 61 Prozent über das Internet kaufen. Offen bleibt, ob die GfK hier auch Apps berücksichtigt hat.
  • Unterhaltungselektronik planen nur 47 Prozent im Internet zu kaufen, dagegen sollen 54 Prozent die guten alten CDs, DVDs und Blue-rays im Onlinehandel bestellen. Im Vergleich zum letzten Jahr eine Steigerung um 8 Prozentpunkte. Hmmm … kaufen die Leute zu Weihnachten wirklich noch die klassische Musik-CD? Das glauben wir nicht so recht, hier greifen wohl eher die Filmfreunde zu.
  • Den stärksten Zuwachs beim Kauf im Internet sollen aber in diesem Jahr Foto-Kameras und entsprechendes Kamerazubehör verzeichnen. In diesem Produktbereich beabsichtigen 53 Prozent der Verbraucher ihre Weihnachtsgeschenke online einkaufen – eine Steigerung um 19 Prozentpunkte! (Wobei manche Befragten evt. auch an Objektive und Stative für das iPhone gedacht haben, als sie nach Kamerazubehör gefragt wurden.)

Die weiteren Plätze in der Hitliste der Online-Geschenke belegen Bücher, Haushaltsgeräte und Sportartikel. Ob die Befragten beim Onlinekauf schon die E-Books bevorzugen, oder noch die alte Papierversion auswählen, dass verrät die Umfrage der GfK leider nicht. Auf den hinteren Plätzen landen Kosmetikartikel und Parfum – nur 17 Prozent wollen diese Produkte als Weihnachtsgeschenke im Onlinehandel kaufen.

Statista Infografik: Weihnachtsgeschenke die Deutsche auch online kaufen

(Bildnachweis: Die Infografik über die Weihnachtsgeschenke, die 2012 von den Deutschen auch online gekauft werden, wurde von Mathias Brandt für die Statista GmbH erstellt und unter Creative Commons-Lizenz (CC BY-ND 3.0) veröffentlicht.

Mehr Infografiken über Weihnachten und eCommerce, sowie Statistiken und Studien zu vielen weiteren Themen, sind über die deutsche Website und die amerikanische Website der Statista GmbH zu finden.)

Apple ist das innovativste Unternehmen der Welt

von horchposten am 3. November 2012 in Allgemein

Apple wurde in einer Umfrage zum dritten Mal in Folge zum weltweit innovativsten Unternehmen gewählt – gefolgt von Google und 3M. Im Rahmen der achten „Global Innovation 1000“ Studie wurden von Booz & Company 700 internationale Experten für Forschung und Entwicklung (F&E) nach den drei innovativsten Unternehmen gefragt. Das Ergebnis der Umfage wurde von Statista in einer Infografik veranschaulicht. Erstmals wird auch der Online-Händler Amazon zu den zehn innovativsten Unternehmen gezählt – und verdrängt damit Facebook aus der Top 10.

Das Ergebnis der Umfrage ist auf den ersten Blick überraschend, denn mit 3,4 Milliarden Dollar gibt Apple vergleichsweise wenig für Forschung und Entwicklung aus – letztlich nur rund 2 Prozent vom Umsatz. Bei den Ausgaben für Forschung und Entwicklung liegt Apple damit weit hinter seinen Konkurrenten zurück. Doch die Höhe der Ausgaben sagt nichts über die wahre Innovationsfähigkeit eines Unternehmen aus. Bei Apple führt die Fokussierung auf relativ wenige Produkte dazu, dass man pro Produkt mehr in Forschung und Entwicklung investiert, als die Konkurrenten mit größerer Produktpalette.

Laut Roman Friedrich von Booz & Company hatte Apple früher bei Forschung und Entwicklung zwei Jahre Vorsprung gegenüber den Konkurrenten. Heute holen die Wettbewerber dagegen bei einer Innovation schon nach wenigen Monaten wieder auf. Dieses rasante Innovationstempo würde Apple dazu zwingen Risiken einzugehen – bestes Beispiel ist dafür die fehlerhafte Landkarten-Funktion beim neuen iPhone 5.

Statista Infografik: Die innovativsten Unternehmen der Welt

Bildnachweis: Die Infografik über die innovativsten Unternehmen der Welt wurde von Mathias Brandt für die Statista GmbH erstellt und unter Creative Commons-Lizenz (CC BY-ND 3.0) veröffentlicht.

Mehr Statistiken und Infografiken über Apple sind auf der deutschen Website und der amerikanischen Website der Statista GmbH zu finden.

Apple hat die Ergebnisse für sein viertes Quartal bekannt gegeben: 8,2 Milliarden Dollar Gewinn bei einem Umsatz von 36 Milliarden Dollar! Und ganze 60 Prozent vom Umsatz wurden außerhalb der USA erwirtschaftet – nicht schlecht. Zu diesem guten Ergebnis hat der Verkauf von 26,9 Millionen iPhones, 14 Millionen iPads und 5,3 Millionen iPods, sowie 4,9 Millionen Macs beigetragen.

Die Absatzzahlen des iPod trüben die gute Bilanz nur ein wenig. Im Vergleich zum Vorjahresquartal hat Apple 19 Prozent weniger Mediaplayer verkauft. Diese Entwicklung war allerdings beim derzeitigen Smartphone-Boom vorherzusehen, entsprechend sinken die iPod Verkäufe schon seit einiger Zeit.

Peter Oppenheimer (Finanzchef von Apple) prognostizierte für das nächste Quartal einen Umsatz von 52 Milliarden US-Dollar. Gute Zahlen, guter Gewinn und guter Ausblick – trotzdem sind einige Analysten unzufrieden und mäkeln in der Presse. Doch mit dem iPhone 5, dem iPad mini, dem iPad 4 und dem iMac wird es ein gutes Weihnachtsgeschäft werden – und am Ende des nächsten Quartals werden Tim Cook und Peter Oppenheimer wieder ein großes Plus melden.

Statista Infografik: Apples Quartalsergebnisse

Bildnachweis: Die Infografik über Apples Quartalsergebnisse wurde von Felix Richter für die Statista GmbH erstellt und unter Creative Commons-Lizenz CC BY-ND 3.0 veröffentlicht. Die Angaben zum vierten Quartal beziehen sich auf das sogenannte vierte Fiskalquartal, das bei Apple am 29. September 2012 endete. Das Geschäftsjahr von Apple endet dementsprechend am 30. September.

Mehr Statistiken und Infografiken über Apple sind auf der deutschen Website und der amerikanischen Website der Statista GmbH zu finden.

Unterschiedlichste digitale Medien werden von Amazon, Apple, Google und Microsoft inzwischen weltweit angeboten. Doch welcher Konzern hat mit seinem Medienangebot wohl die größte Reichweite? Wieviel Menschen – mit Zugang zu digitalen Medien – können auf Musik, Filme, TV, E-Books und Apps zugreifen? Bei Macstories.net hat sich Graham Spencer mit dieser Frage befasst und einen Blick auf das „Entertainment Ecosystems of Apple, Microsoft, Google and Amazon“ geworfen. Statista hat die wichtigsten Ergebnisse dieser Untersuchung in einer Infografik zusammengefasst.

Das Ergebnis: Bei Musik, Filmen und TV hat Apple weltweit das reichweitenstärkste Angebot, dagegen führt Amazon mit Abstand bei den E-Books. Über fünfzig Prozent der Weltbevölkerung könnten auf Amazons digitale Bücher zugreifen. Die reichweitenstärksten Medien sind jedoch ganz eindeutig die Apps – und hier liegt Microsoft noch vor Apple. Ganze 90 Prozent der Weltbevölkerung könnten auf Apps von Microsoft zugreifen – nur knapp dahinter liegt Apple mit 88 Prozent.

Woher kommen die Unterschiede bei der Reichweite?
Amazon, Apple, Google und Microsoft sind zwar Weltkonzerne, dennoch gibt es in vielen Weltregionen enorme Unterschiede bei der Verfügbarkeit ihrer Medienangebote. Von Apple werden beispielsweise Apps in 153 Ländern angeboten, von Google in 138 Ländern und von Microsofts in 115 Ländern. Demnach müsste eigentlich Apple die höchste Reichweite bei den Apps haben. Microsoft hat jedoch eine starke Position in den bevölkerungsreichen afrikanischen Ländern, dadurch liegt der Konzern bei der Reichweite bereits knapp vor Apple. Ein Blick nach Asien erklärt auch den enormen Abstand zwischen Microsoft und Apple auf der einen Seite, sowie Google auf der anderen Seite. In China – dem weltweit größten Markt – ist Google nicht aktiv. Und Amazon? Der Handelskonzern bietet zwar bereits in 177 Ländern E-Books an, Apps für seinen Kindle Fire jedoch nur in Nordamerika und in Europa.

Graham Spencers Fazit:
„It’s interesting to note that all four of the companies listed have various different core business models (hardware, search, retail, software) but they have all in recent years come to create personal computing devices with their own operating system running on top of the device and additionally these entertainment ecosystems.(…) It’s notable how miserable Amazon’s international coverage is for their entertainment services, with the obvious exception of the Kindle Store. It will be difficult for Amazon’s Kindle Fire tablet to gain considerable market share when all the services that it relies on to be a competent media tablet are so restricted to the US and very few other regions. (…) I think it is clear that Apple would lead, Microsoft would be second, Google third and Amazon fourth.“

Über dieses Fazit von Spencer kann man streiten, denn Apple liegt nur in drei Mediensparten vor den anderen Konzernen – und da ist noch viel Platz für Wachstum. Interessant ist vor allem Microsofts starke Position in Schwellenländern, davon könnte der Konzern nicht nur bei Apps, sondern auch bei anderen Medien profitieren.

Reichweite der Medienangebote von Apple Microsoft, Google und Amazon

(Bildnachweis: Die Infografiken über die Reichweite der Medienangebote von Apple Microsoft, Google und Amazon wurden von Mathias Brandt für die Statista GmbH erstellt und unter Creative Commons-Lizenz CC BY-ND 3.0 veröffentlicht. Die Infografik zeigt für das Medienangebot der vier Konzerne nur die passive Reichweite, über die Anzahl der Downloads und Häufigkeit der Nutzung – also die aktive Reichweite – gibt die Grafik keine Auskunft.

Mehr Infografiken zu Apple Microsoft, Google und Amazon, sowie Statistiken und Studien zu vielen weiteren Themen, sind über die deutsche Website und die amerikanische Website der Statista GmbH zu finden.)

UPDATE: Wir hatten am Wochenende kleine Probleme mit WordPress. Der vollständige Beitrag über E-Books ist jetzt Online.

Die Frankfurter Buchmesse endet 2012 mit einer guten Nachricht: In Deutschland scheint der elektronische Buchmarkt endlich die dringend benötigte Aufmerksamkeit unserer Verlage zu bekommen. Bisher sind E-Books für deutsche Verlage eher ein Nischenprodukt gewesen – und nicht mal die Hälfte der aktuellen Print-Ausgaben ist auch digital verfügbar. Das sieht in den USA ganz anders aus, doch laut Media Control wachsen jetzt auch bei uns die E-Book-Umsätze rasant. Und die hervorragenden Absatzprognosen für E-Books und E-Reader wurden auch von den Verlagen bemerkt.

Infografik von Statista: Absatzprognose für E-Books und E-Reader in Deutschland

Was die obige Infografik von Statista nicht zeigt: Nicht nur die Preise für E-Books, auch die Preise für E-Reader sinken. Für Media Control sind daher die günstigen E-Book-Reader ein wichtiger Faktor für den Erfolg von E-Books. Doch auch den iPad – und den neuen iPad mini – darf man als Lesegeräte nicht unberücksichtigt lassen.

Zwar sind viele Journalisten der Meinung, dass E-Reader eine Zukunft neben iPads haben, doch auf der Frankfurter Buchmesse konnte man bereits die nächste Stufe der digitalen Umwälzung erleben: „Multimediale Bücher“. Der Carlsen-Verlag hat beispielsweise für Kinder und Jugendliche interaktive und multimediale Bücher für die iOS-Geräte von Apple entwickelt. Auf den schlichten E-Readern von Thalia und Weltbild werden diese Bücher wohl nie veröffentlicht werden.

Auf der Frankfurter Buchmesse scheinen die meisten Aussteller die E-Reader und iPads nicht mehr als Bedrohung, sondern als echte Chance zu sehen. Selbst der Börsenverein des Deutschen Buchhandels will im Internet eine Bibliothek aufbauen und dort 1000 E-Books zum Ausleihen zur Verfügung stellen.

Auch wenn sich der elektronische Buchmarkt in Deutschland endlich positiv entwickelt, nach einer Prognose der Wirtschaftsprüfungs- und Beratungsgesellschaft PwC scheinen hohe Wachstumsraten in vielen Weltregionen noch in ferner Zukunft zu liegen.

Infografik von Statista: Wieviel wird weltweit für E-Books ausgegeben?

Dagegen gehört in Amerika den E-Books nicht nur die Zukunft, sondern bereits die Gegenwart. Und es waren Steve Jobs und Jeff Bezos, die auf ganz eigenen Wegen den Wandel voran getrieben haben. So betätigt sich Amazon auch als Verlag und lockt neue Leser mit extra geschriebenen Fortsetzungsromanen. Für 1,99 Dollar bekommt man täglich eine neue Lieferungen an Lesestoff – und wird so an den Kindle gebunden. Apple setzt auch auf Romanexperimente, so können die Leser von  „The Silent History“ den weiteren Verlauf der Handlung mitbestimmen.

Für Nordamerika prognostizieren die Analysten von PwC für dieses Jahr einen E-Book-Umsatz von 4,3 Milliarden US-Dollar, in ganz Westeuropa sollen es dagegen nur 574 Millionen sein. Doch auch in Europa wird der elektronische Buchmarkt weiter wachsen: Neue E-Reader und Tablet-Computer werden veröffentlicht, immer mehr Autoren werden Amazon und Apple zum Selbstverlag nutzen und die E-Books werden vielfätiger und interaktiver werden.

(Bildnachweis: Die Infografiken über die Absatzprognose für E-Books und E-Reader und die Prognose über E-Book-Ausgaben wurden von Felix Richter und Mathias Brandt für die Statista GmbH erstellt und unter Creative Commons-Lizenz CC BY-ND 3.0 veröffentlicht.

Mehr Infografiken zu Medien, Verlagswesen und Buchhandel, sowie Statistiken und Studien zu vielen weiteren Themen, sind über die deutsche Website und die amerikanische Website der Statista GmbH zu finden.)

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