Deichhörnchen

Was macht ein genervter Familienvater, wenn der Sohn im Urlaub tausend Fragen über Deichhörnchen stellt – man selbst aber keine Ahnung, keinen Internetzugang und auch keinen altmodischen Brockhaus hat? In Niedersachsen brachte das einen Vater und seinen Sohn auf eine sehr coole Idee: Sie schickten ihre Suchanfrage einfach per Brief an die deutsche Google-Niederlassung in Hamburg!

Mit einer Reaktion haben die beiden wohl nicht gerechnet, doch in Hamburg wurde diese Suchanfrage tatsächlich analog in gewohnter Google-Manier beantwortet. Der Antwortbrief enthält einen Korrekturvorschlag, Deichhörnchen-Bilder aus der Google-Bildersuche und einen Auszug aus Wikipedia. Alles handschriftlich.

Google Offline Team versendet Suchergebnisse per Post

Google Offline Team versendet Suchergebnisse per Post

Wer hätte gedacht, dass es ein „Google Offline Team“ gibt? 🙂 Bei Rivva sieht man wunderbar, wie sich die Deichhörnchen-Geschichte in den sozialen Netzwerken zum viralen Hit entwickelt. Tolle PR für Google. Und wenn die Telekom mit der Internet-Drosselung so weiter macht, dann übersteht dieser neue Google-Dienst möglicherweise auch die Beta-Phase…

UPDATE: Der Johanniter Landesverband-Niedersachsen/Bremen hat einige Infos zu dem Google-Brief veröffentlicht. Die untypische Suchanfrage nach dem Deichhörnchen stammt aus einem Sommercamp beim Nordseebad Otterndorf. Während der Hauptsaison arbeiten immer einige Johanniter in der Sanitätsstation des Camps – und ein Rettungsassistent hatte diesmal seine Söhne dabei. Die typischen Lagerfeuergeschichten von Deichhörnchen (und ähnlichen Wesen) haben einem Sohn offenbar schlaflose Nächte bereitet. Gibt es Deichhörnchen wirklich? Die Antwort wußte nur Google.

Wegen des Medien-Hype machen sich Vater und Sohn jetzt allerdings Sorgen: „Hoffentlich bekommt der Google-Mitarbeiter jetzt keinen Ärger.“ Bestimmt nicht! 😉