Carsten Scheibe war unser arktis.de PR-Mann im Flieger zum Nordpol und er hat die Gewinnerin unseres großen “arktis.de Polarflight” Gewinnspiels begleitet. Hier ist sein Reisebericht, direkt aus der Arktis. Alle Fotos vom großen Polarflug findet Ihr unter diesem Link.
“Ich bin wieder da: Für arktis.de zwei Mal um den Nordpol geflogen”
Dass so etwas überhaupt möglich ist: Gestern bin ich für arktis.de zur Arktis geflogen. In 12 Stunden hin und zurück, zwei Mal um den Nordpol herum, zwei Mal die Welt umrundet, einmal für zwei Sekunden Geburtstag gefeiert, einen Eisbären im Cockpit gehabt, Champagner geschlürft und im Tiefstflug über Grönland wieder zurück. Heute gibt’s für alle atemberaubende Fotos zu sehen.
Ich schrieb es ja gestern schon. Der Apple-affine Online-Versandhändler arktis.de hat noch im letzten Jahr – völlig verrückt, aber wahr – einen Flug zum Nordpol verlost. Als Presseonkel bin ich einfach mal mitgeflogen – um alles zu dokumentieren, weil mich ein Trip zum Nordpol selbst gereizt hat und weil der Abflug direkt von Berlin-Tegel aus startete. Das ist sozusagen direkt vor meiner Haustür.
Der Flug startete Samstag morgens um 8 Uhr. Das heißt Checkin ab 6 Uhr, aufstehen und duschen um 5. Gut fand ich schon mal, dass Air-Berlin seinen siebten Polarflug (www.polarflug.de) im Terminal C80 startete. Das ist eine eigene Minihalle neben dem eh schon provisorisch an Tegel angepappten Terminal C. Wir hatten also eine Abflughalle nur für uns Arktis-Verrückte. Die verschiedenen Checkin-Schalter C80 bis 82 wurden uns nach unseren Nachnamen hin zugeteilt. Lustig.
Mindestens 200 Leutchen sollten zusammenkommen, um in den Airbus A330-200 mit der coolen Flugnummer Ab1111 zu steigen. Ich schaute mir die Mitreisenden genau an: Es waren sicherlich deutlich mehr als 200. Das Publikum war bunt gemischt. Viele kleine Gruppen, kaum jemand alleine, Männer ebenso viele wie Frauen, junge wie alte, ein paar wirklich sehr alte, dazu aber auch Mütter mit ihren Töchtern. Kinder habe ich vielleicht zwei gesehen. Für sie wäre ein 12-stündiger Flug allerdings auch ein bisschen zu viel des Gutes. Ich stellte jedenfalls fest: Das Interesse an einem Sonderflug zum Polar ist anscheinend nicht auf eine bestimmte Bevölkerungsschicht oder auf eine Altersstufe beschränkt: Jeder kann anscheinend ein heftiges Interesse an der Arktis entwickeln.
Vor dem Flug traf ich dann auch noch auf Susanne B. Sie hatte beim Arktis.de-Preisausschreiben gewonnen und startete nun voller Aufregung als Gewinnerin zum Nordpolflug durch. In ihrer Tasche hatte sie noch eine ganz besondere Überraschung; dazu aber später mehr. Wir durften nach einem sehr schnellen Checkin zur Maschine laufen, dabei gefilmt von einem RBB-Team. Auch der Berliner Tagesspiegel war mit an Bord.
Der Airbus hatte eine Bestuhlung der Marke 2-4-2. Ich saß in der Mitte, aber am Gang. Neben mir war der Platz frei, so hatte ich endlich mal wieder bei einem Flug Beinfreiheit und genug Platz, um mich auszubreiten. Ich hatte zwar Notebook und iPad zum Arbeiten mit dabei, aber dazu kam es gar nicht. Es blieb unterwegs einfach keine Zeit dafür.
Der Flieger jettete plangemäß los. Die Route selbst stand dabei aber noch gar nicht fest, da wollten die Piloten ganz nach Wetter und Sicht immer mal wieder kleinere Abweichungen einplanen. Während es sofort steil nach “oben” Richtung Norden ging, stellte sich das äußerst engagierte Team vor. Ich konnte mir die einzelnen Namen nicht merken, aber es wurde schnell klar, dass alle sehr engagierte Nordpol-Kenner waren und diesen siebten Flug zum Nordpol aus echter Leidenschaft unternahmen – und nicht, weil sie dafür bezahlt wurden. Auch ein Mitarbeiter der europäischen Raumfahrtorganisation ESA war mit an Bord. Er erzählte, dass Astronauten genau wie Nordpol-Reisende sind: Beide schaffen den Trip nicht ohne technische Hilfsmittel, beide reisen in eine komplett lebensfeindliche Umgebung und beide geraten in eine Gegend, in der die allermeisten Menschen noch nie zuvor gewesen sind.
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