Microsoft

Microsoft – Auf den Spuren Apples

von Jens Dean am 29. April 2014 in Allgemein,Apple News

Microsoft ist vermutlich nahezu jedem Menschen ein Begriff. Im Desktop-Genre hat der Softwaregigant ein einzigartiges Monopol und steht außer jeglicher Konkurrenz. Nach der Übernahme des ehemaligen weltgrößten Mobiltelefonherstellers Nokia arbeiten nun 25.000 ehemalige Nokia-Mitarbeiter bei Microsoft.

In der Welt der Smartphones und Tablets ist der Softwarespezialist lediglich eine graue Maus und kann gerade einmal einen einstelligen Marktanteil für sich beanspruchen. Nicht von der Hand zu weisen sind allerdings die steigenden Zahlen, die Microsoft in diesem Bereich aktuell verbucht. Und mit einem neuen Werbeclip legen sie direkt nochmals nach:

Ein wirklich cooler Werbespot! Die Message ist klar: Microsoft bringt Farbe in die langweilige, triste Welt und gibt sich nicht mit dem gewöhnlichen Einheitsbrei zufrieden! Das kommt einem bekannt vor. Vor einigen Jahren waren es schließlich Apple, die sich mit ihrem Motto “Think different” vom Standard distanzierten und damit eine ganze Generation prägten. Mittlerweile ist Apple die wertvollste Marke der Welt und um die Rolle des Underdogs streiten sich nun andere.

Man muss sagen, Microsoft hatte sicherlich noch nie zuvor die Chance, sich als Außenseiter aufzutun. Das erlaubt ihnen nun, eine rebellische Rolle einzunehmen. Das Ziel ist es natürlich, im Smartphone-Bereich das Feld von hinten aufzuräumen und dabei zeichnet sich etwas ab, mit dem man so wohl nicht gerechnet hat: Microsoft wird hip!

Die trendige Werbekampagne unterstreicht den Anspruch, Windows als Betriebssystem für Smartphones auf ein Level mit iOS und Android zu bringen. Mit dem Slogan “Not like everybody else” könnte man genau die richtige Altersgruppe treffen und ebenfalls eine ganze Generation bewegen. Wenn der Plan aufgeht, dann kann Microsoft auf Dauer ein ernstzunehmender Konkurrent für Apple und Samsung werden!

Was sich nach ferner Zukunftsmusik anhört, ist heute durchaus schon möglich. Auf Microsofts ”Think Next” Konferenz stellte das israelische Startup den Prototypen eines Ladegerätes vor, welches den Akku von Smartphones in nur 30 Sekunden komplett aufladen kann!

Möglich machen sollen diesen physikalischen Vorgang bioorganische Nanokristalle. Für die Demonstration des StoreDot verwendete man ein Samsung Galaxy S, doch soll das Laden von anderen Smartphones ebenfalls möglich sein. Das progressive Aufladegerät könnte also auch für’s iPhone kommen. Man muss sich nur mal vorstellen, dass selbst das Apple MacBook mit diesem Charger in nur 5 Minuten vollständig aufgeladen wäre!

Schaut euch die Vorführung selbst an:

Der StoreDot steht unmittelbar vor der Marktreife, wird allerdings voraussichtlich erst ab 2016 in die Massenanfertigung gehen. Eine erstklassige Erfindung oder? ;)

Wer sich mit der Optimierung von Websites beschäftigt, dem ist evt. Steven Broschart bekannt. Er ist Berater, Autor des Buches “Suchmaschinenoptimierung & Usability” und auch verantwortlich für optimize or die – ein Magazin über Website-Optimierung. Für sein Magazin hatte Broschart auch eine tolle Idee: ein Live-Counter zeigt tagtäglich, welchen Gewinn Apple, Microsoft und Samsung seit Mitternacht erwirtschaftet haben.

Broscharts Berechnung ist natürlich sehr einfach gehalten. Aber zu sehen, wie bei Apple, Microsoft und Samsung jede Minute die Gewinne sprudeln, dass ist schon sehr faszinierend. Schaut Euch den Live-Counter auf der Website des Magazins optimize or die doch mal an. (Jede Nacht werden die Counter um 0 Uhr wieder zurückgesetzt.)

Unterschiedlichste digitale Medien werden von Amazon, Apple, Google und Microsoft inzwischen weltweit angeboten. Doch welcher Konzern hat mit seinem Medienangebot wohl die größte Reichweite? Wieviel Menschen – mit Zugang zu digitalen Medien – können auf Musik, Filme, TV, E-Books und Apps zugreifen? Bei Macstories.net hat sich Graham Spencer mit dieser Frage befasst und einen Blick auf das “Entertainment Ecosystems of Apple, Microsoft, Google and Amazon” geworfen. Statista hat die wichtigsten Ergebnisse dieser Untersuchung in einer Infografik zusammengefasst.

Das Ergebnis: Bei Musik, Filmen und TV hat Apple weltweit das reichweitenstärkste Angebot, dagegen führt Amazon mit Abstand bei den E-Books. Über fünfzig Prozent der Weltbevölkerung könnten auf Amazons digitale Bücher zugreifen. Die reichweitenstärksten Medien sind jedoch ganz eindeutig die Apps – und hier liegt Microsoft noch vor Apple. Ganze 90 Prozent der Weltbevölkerung könnten auf Apps von Microsoft zugreifen – nur knapp dahinter liegt Apple mit 88 Prozent.

Woher kommen die Unterschiede bei der Reichweite?
Amazon, Apple, Google und Microsoft sind zwar Weltkonzerne, dennoch gibt es in vielen Weltregionen enorme Unterschiede bei der Verfügbarkeit ihrer Medienangebote. Von Apple werden beispielsweise Apps in 153 Ländern angeboten, von Google in 138 Ländern und von Microsofts in 115 Ländern. Demnach müsste eigentlich Apple die höchste Reichweite bei den Apps haben. Microsoft hat jedoch eine starke Position in den bevölkerungsreichen afrikanischen Ländern, dadurch liegt der Konzern bei der Reichweite bereits knapp vor Apple. Ein Blick nach Asien erklärt auch den enormen Abstand zwischen Microsoft und Apple auf der einen Seite, sowie Google auf der anderen Seite. In China – dem weltweit größten Markt – ist Google nicht aktiv. Und Amazon? Der Handelskonzern bietet zwar bereits in 177 Ländern E-Books an, Apps für seinen Kindle Fire jedoch nur in Nordamerika und in Europa.

Graham Spencers Fazit:
“It’s interesting to note that all four of the companies listed have various different core business models (hardware, search, retail, software) but they have all in recent years come to create personal computing devices with their own operating system running on top of the device and additionally these entertainment ecosystems.(…) It’s notable how miserable Amazon’s international coverage is for their entertainment services, with the obvious exception of the Kindle Store. It will be difficult for Amazon’s Kindle Fire tablet to gain considerable market share when all the services that it relies on to be a competent media tablet are so restricted to the US and very few other regions. (…) I think it is clear that Apple would lead, Microsoft would be second, Google third and Amazon fourth.”

Über dieses Fazit von Spencer kann man streiten, denn Apple liegt nur in drei Mediensparten vor den anderen Konzernen – und da ist noch viel Platz für Wachstum. Interessant ist vor allem Microsofts starke Position in Schwellenländern, davon könnte der Konzern nicht nur bei Apps, sondern auch bei anderen Medien profitieren.

Reichweite der Medienangebote von Apple Microsoft, Google und Amazon

(Bildnachweis: Die Infografiken über die Reichweite der Medienangebote von Apple Microsoft, Google und Amazon wurden von Mathias Brandt für die Statista GmbH erstellt und unter Creative Commons-Lizenz CC BY-ND 3.0 veröffentlicht. Die Infografik zeigt für das Medienangebot der vier Konzerne nur die passive Reichweite, über die Anzahl der Downloads und Häufigkeit der Nutzung – also die aktive Reichweite – gibt die Grafik keine Auskunft.

Mehr Infografiken zu Apple Microsoft, Google und Amazon, sowie Statistiken und Studien zu vielen weiteren Themen, sind über die deutsche Website und die amerikanische Website der Statista GmbH zu finden.)

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Bill Gates an der Apple Genius Bar

von Rainer Wolf am 18. Juni 2009 in Allgemein

Bilderrätsel mit Fehler. ;-)

Bill Gates an der Apple Genius Bar (Bild: 9gag.com)

Bill Gates an der Apple Genius Bar (Bild: 9gag.com)

Spielen ganz ohne Controller! Schon beeindruckend, was Microsoft sich mit seiner Xbox 360 und dem sogenannten “Projekt Natal” vorgenommen und heute der Öffentlichkeit auf der Spielemesse E3 präsentiert hat. Kein geringerer als Steven Spielberg stellte u.a. diese völlig neue Art der Gamesteuerung vor, anhand von dreidimensionalen Gesten. Microsoft startet damit einen Frontalangriff auf die Wii und man darf gespannt sein, wann es die ersten Games für diese innovative Technologie gibt. Derzeit wurden erst einmal 300 Entwicklerpakete an Xbox-Entwicklerfirmen verschickt. Dieses Video sagt mehr als 1000 Worte: