iPad App

Schrilles Licht, melodische Klänge und spektakuläre Farben. Das Geschicklichkeitsspiel Smash Hit vom Entwicklerteam Mediocre führt jeden Spieler auf eine fesselnde, faszinierende Reise durch vollkommen surreale Welten und stürmt dabei an die Spitze der App-Charts!

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Das hypnotische Tutorial bietet 50 riesige Räume, durch die man sich bewegen kann. Das Ziel ist es, durch die entsprechende Tür in den nächsten Raum zu gelangen. Doch immer wieder stellen sich gläserne Hindernisse und Kristalle in den Weg. Diese gilt es mit Wurfkugeln zu zerstören. Die Kristalle füllen übrigens den Vorrat an Kugeln wieder auf, also zerschmettert sie was das Zeug hält!

Die Applikation ist kostenlos für iPhone, iPad und iPod Touch ab iOS 4.3 im AppStore erhältlich. Die PREMIUM-Version kann man sich per In-App-Kauf für 1,79 Euro zulegen. Der Vorteil dabei ist, dass man nach einer Niederlage nicht wieder von vorne beginnen muss, sondern an einem beliebigen Speicherpunkt starten darf.

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Wetweit ist die App-Nutzung im vergangen Jahr um 115 Prozent gestiegen, dass haben die US-Marktforscher von Flurry in ihrem Blog bekannt gegeben. Amerikanische und asiatische Messaging-Apps und Sharing-Apps waren für dieses Wachstum verantwortlich, insbesondere WhatsApp, WeChat, KakaoTalk, LINE, SnapChat – und natürlich der Facebook Messenger.

Die gestiegenen Nutzungszahlen bei Messaging-Apps und Sharing-Apps haben selbst Flurry CEO Simon Khalaf überrascht. Das Nutzerverhalten verdeutlicht für Khalaf allerdings auch, warum Facebook so viel für SnapChat geboten hat und bei Instagram Direktnachrichten einführte.

Großen Anteil an der zunehmenden App-Nutzung haben unserer Meinung jedoch auch die Zubehör-Hersteller. Immer mehr dieser Geräte werden ja über eine Smartphone-App oder Tablet-App gesteuert. Insbesondere bei den Spielen und im Bereich Sport, Gesundheit und Fitness darf man in diesem Jahr mit weiterem App-Zubehör rechnen – beispielsweise einem Handgelenk-Blutdruckmessgerät. Die zugehörige App gibt es kostenlos im Apple App Store, das Messgerät selbst kostet 39,95 Euro.

App Nutzung im Jahr 2013

Die obigen Zahlen gelten natürlich nur für alle von Flurry getrackten Apps – allerdings gilt Flurry Analytics unter den Entwicklern als das Google Analytics für Apps. Das Analytics-Tool unterstützt alle relevanten mobilen Betriebssysteme und analysiert auf 1,3 Milliarden Mobile Devices das Nutzerverhalten bei über 400.000 Apps.

 

Bildnachweis: Die Infografik über die App-Nutzung im Jahr 2013 wurde von Mathias Brandt für die Statista GmbH erstellt und unter Creative-Commons-Lizenz (CC BY-ND 3.0) veröffentlicht.

Mehr Infografiken zu Apps und App-Stores, sowie Statistiken und Studien zu vielen weiteren Themen, sind bei Statista  zu finden.

Bereits im Februar 2013 haben wir darüber berichtet, dass Sony seine PlayStation 4 über eine App mit iPad und iPhone verbinden will. In Los Angeles hat Sony jetzt im Rahmen seiner E3-Pressekonferenz den Namen dieser iOS-App bekannt gegeben: Companion-App. Hmmm … wenn es bei der Bezeichnung bleiben sollte, dann ist eine Verwechslungsgefahr mit namensgleichen Apps vorprogrammiert.

 

Was können Apple-Nutzer mit Sonys Companion App machen?

Laut Sony wird diese Companion App den Videospielern weiterführende Spielinhalte bieten und so ein tieferes und komplexeres Spielerlebnis ermöglichen. Und was heißt das konkret für Apple Nutzer? Nun, mit der Companion App werden iPhone und iPad zum zweiten Konsolen-Bildschirm. Wird mit der PlayStation 4 beispielsweise ein Rollenspiel gezockt, dann kann man per App auf dem iPhone sein Inventar verwalten oder eine Dungeon-Karten auf sein iPad herunterladen. So behält man in jeder Schlacht die Übersicht – und kann notfalls auch seinen Rückzug planen.

Weitere Features von Sonys Companion App sind:

  • Zugriff auf das PlayStation Network (PSN)
  • Abrufen von Game-Guides, Maps usw.
  • Zugriff auf PS4 Gameplay-Videos und Gameplay-Streams anderer Videospieler
  • Teilen von PS4 Gameplay-Videos
  • Chatten mit Freuden
  • Zugriff auf den PlayStation-Store, um Spiele zu kaufen und direkt auf die PS4 herunterzuladen

Von diesen Features ist man allerdings schon im Februar ausgegangen. Da war die Erwartungshaltung der PlayStation-Fans und der Journalisten doch etwas größer, denn selbst bei der Chat-Funktion ist unklar, ob es sich wohl um Text-Chat, Voice-Chat oder Video-Chat handelt.

Mehrfach betonten die Sony-Sprecher auf der E3, dass die PS4 eine Konsole für Spieler sei. Diese Spieler hätten von Sony beispielsweise auch gerne erfahren, ob die Companion App den PlayStationPlus Nutzern einige Vorteile bringt. Auf der PS4 wird eine Mitgliedschaft bei PlayStationPlus für alle Online-Games und Multiplayer-Games zwingend erforderlich sein. Zur besseren Account-Verwaltung würde sich eine Mobile Companion App  geradezu anbieten.

Spieler hatten sich auch gewünscht, dass man mit der neuen App den Spielstand seines iOS-Games an sein PlayStation-Game übermitteln kann. Dann hätte man auf jedem Spielgerät zu jeder Zeit sein Spiel wieder aufnehmen können. Klingt utopisch? Nein. Tatsächlich hat Sony im Februar angekündigt, dass man “das Spielerlebnis auf allen Plattformen vereinheitlichen” will. Davon war auf der E3 aber nichts mehr zu hören.

Sony ist in den letzten Monaten reichlich verspottet worden, weil das Unternehmen im Februar eine neue Konsole ankündigte, aber nur einen Controller zeigte. Jetzt scheint man mit weiteren Ankündigungen vorsichtiger geworden zu sein und bestätigt öffentlich nur noch, was man im Februar eh schon ausgeplaudert hat. Im Moment scheint Sony für die Companion App jedenfalls nicht viel mehr zu planen, als Micosoft mit Smart Glass für seine Xbox schon längst anbietet.

 

Wird es Spiele für die Companion App geben?

Auf den E3-Pressekonferenzen kündigte beispielsweise Ubisoft für sein neues Action-Rennspiel “The Crew” an, dass die Spieler per Companion-App über einen zweiten Bildschirm mit dem Spiel interagieren können. Wie diese Interaktion genau aussehen soll, dass blieb offen. Ähnlich lauteten die Ankündigungen anderer Game-Publisher. Konkete iOS-Anwendungen für Sonys Companion App hat auf der E3 leider kein Pubisher auf einem iPhone oder iPad gezeigt.

 

Wann wird die Companion App erhältlich sein?

Ein genauer Releasetermin wird von Sony noch bekannt gegeben. Zum Launch der PS4 soll die Companion App jedoch kostenlos im iOS App Store zur Verfügung stehen. (Ob Sonys Companion App auch das neue iOS 7 unterstützen wird, ist noch unbekannt.)

 

Spielekonsolen haben den Apple-Händler Arktis bisher nicht wirklich interessiert. Bis gestern. Nach sieben Jahren hat Sony in New York seine neue PlayStation-Generation angekündigt – und dabei für eine echte Überraschung gesorgt: Mit einer PlayStation-App sollen iPad und iPhone mit der neuen PlayStation 4 (PS4) verbunden werden!

Warum will Sony seine PlayStation 4 mit Apple-Geräten verbinden?

Die PlayStation-App soll iPad und iPhone in einen Zusatzbildschirm verwandeln. In der Original-Pressemitteilung formuliert Sony es so:

“PS4 integrates second screens, including PS Vita, smartphones and tablets, to wrap gamers in their favorite content wherever they are.”

Mit dieser Second-Screen-Funktion kann beispielsweise bei einem PS4-Rollenspiel die Dungeon-Karte einfach auf dem iPhone angezeigt werden. Oder mat hat bei einem PS4-Shooter auf seinem Fernseher die Ego-Perspektive und zusäztlich auf dem iPad eine übersichtliche Vogel-Perspektive.

Im offiziellen PlayStation-Blog spricht man außerdem von “innovativen Features, die auf einem zweiten Bildschirm basieren” und den Spielern in Zukunft “einzigartige Gameplay-Möglichkeiten” eröffnen sollen. Bei schwierigen Videospielen könnte man beispielsweise einfach seine Freunde online zu Hilfe rufen. Diese sehen über die Second-Screen-Funktion dann das laufende Spiel, können sich hineinbeamen und einen lästigen Endgegner erledigen.

Noch ist offen, wieweit die Second-Screen-Unterstützung letztlich gehen wird. Fest steht aber schon, dass man mit dieser Second-Screen-Funktion beispielsweise das iPad für Game-TV nutzen kann! Mit der PS 4 können Spiele-Videos in Echtzeit über Streaming-Dienste veröffentlicht werden. Auf seiner Couch kann man sich dann auf dm iPad über “UStream” einen solchen Spiele-Stream ansehen – einem anderen Spieler also live über die Schulter schauen. Das klingt wirklich spannend, denn dadurch verwandeln sich ein 3D-Shooter in einen Actionfilm oder ein Soccer-Game in eine eSports-Übertragung. Aus der Perspektive eines Fußballers ein Spiel zu verfolgen – das könnte in Deutschland dem eSport einen gehörigen Schub geben. ;-)

Sind weitere App-Funktionen denkbar?

Bei Futurezone schreibt Benjamin Sterbenz, dass auf der Pressekonferenz die Japaner eine Zukunft aufgezeigt haben, in der sich “die Spielewelt nahtlos über die verschiedensten Geräte erstreckt” und Sony “das Spielerlebnis auf allen Plattformen vereinheitlichen” will. Dafür eignet sich die Second-Screen-Funktion natürlich hervorragend. Mit der PlayStation-App könnte Sony aber auch das iPad und das iPhone in Game-Controller verwandeln – vergleichbares gibt es ja bei Nintendo mit der Wii U.

Mit der PlayStation-App soll man zudem Zugriff auf Sony-Dienste bekommen. Das wird interessant, denn Sony hat seinen Videospielern nicht nur das PlayStation-Network zu bieten, sondern auch eine Cloud-Funktion. Mal schauen, welche Sony-Dienste für die Nutzer von iPad und iPhone geöffnet werden.

Bei GIGA beschreibt Sven Kaulfuss diese neue Sony-Stratgie als “Integration statt Ausgrenzung” – und hält das für einen geschickten Schachzug, denn Sony würde so die hinzugekommene Konkurrenz einfach “umarmen”. Mal schauen, ob Apple sich diese Umarmung lange gefallen lässt.

Wann sollen die PlayStation 4 und die iOS-App erscheinen?

Um Microsoft und dessen neuer Xbox zuvorzukommen, wollte Sony erste Details der PlayStation 4 unbedingt schon jetzt vorstellen. Dafür hat man in Kauf genommen, dass viele Fragen unbeantwortet bleiben. So wurde weder das genaue Veröffentlichungsdatum verraten, noch wieviel PlayStation 4, das Zubehör und die iOS-App letztlich kosten werden. Weitere Details wird Sony wohl erst im Juni auf der E3 in Los Angeles und im August auf der Gamescom in Köln bekannt geben.

Fest steht jedoch, dass Sony die PlayStation 4 rechtzeitig vor Weihnachten in den Handel bringen wird  – und spätestens dann ist auch mit der PlayStation-App zu rechnen.

Nach dem Sieg beim ESC-Vorentscheid in Hannover hat Cascada jetzt richtig Stress. Natalie Horler, Manuel Reuter und Yann Peifer haben Interviews und Promoauftritte zu absolvieren – und geben natürlich auch noch Konzerte. Wollt ihr unseren Song für Malmö einmal live hören? Alle Termine und Tourdaten – vor und nach dem Eurovision Song Contest 2013 – könnt ihr über die kostenlose Cascada-App im Blick behalten. Zusätzlich bietet die App noch “News”, “Fotos”, “Music Clips” und “exklusive Inhalte”. (Nun – exklusive Fotos von Cascada-Sängerin Natalie Horler sieht ja bestimmt jeder Cascada-Fan immer gerne. ;-) )

iTunes: iPad-App und iPhone-App von Cascada (Bildquelle: Cascada-Music.de)

iTunes: iPad-App und iPhone-App von Cascada (Bildquelle: Cascada-Music.de)

Die App ist zwar schon seit 2011 in Apples App-Store erhältlich, wurde aber vor der deutschen ESC-Vorentscheidung extra noch von Entwickler Sven Janning aktualisiert und für iPhone 5 optimiert. Die Cascada-App gibt es für iPhone und iPad, erfordert mindestens iOS 4.3 und steht bei iTunes zum kostenlosen Download bereit.

(Update: Natürlich ist die Cascada-App auch kompatibel mit dem iPod touch!)

Beim Wall Street Journal wissen es Amir Efrati und Jessica E. Lessin mal wieder ganz genau: Google soll bereits eine neue Karten-App für das iPhone entwickelt haben und wartet nur noch auf eine Freigabe von Apple. Geplaudert haben wahrscheinlich einige Beta-Tester, aber Efrati und Lessin zitieren auch einen Google-Sprecher:

“Wir glauben, Google Maps sind die umfassendsten, akkuratesten und am leichtesten zu bedienenden Karten der Welt. Unser Ziel ist es, Google Maps jedem zur Verfügung zu stellen, der sie nutzen will, unabhängig vom Gerät, Browser oder Betriebssystem.”

Das sind gute Nachrichten für alle, die von Apple Maps angenervt sind. Beim Update auf iOS 6 ersetzte Apple ja auch die alten Google Maps durch eine eigene Version. Leider waren die Apple Maps voller Bugs: fehlerhafte Ortsbezeichnungen, schlechte Kartenauflösung, ungenaue Kartenübergänge und keine Nahverkehrsinformationen, dass sind nur einige der Mängel. Googles neue Karten-App soll dagegen die Qualität der Android-Version haben und auch Turn-by-Turn-Navigation unterstützen.

Auf einigen Websites wird bereits prophezeit, dass Apple die konkurrierende Karten-App nicht in den App Store lassen wird. Wir sind da zuversichtlicher. Zwar arbeitet Apple an der Verbesserung seiner eigenen App, doch von der Qualität der Google Karten ist Apple noch sehr weit entfernt. Was liegt da näher, als Google mit einer neuen App einfach im App Store aufzunehmen – und bei einem nächsten iOS-Update erneut vor die Tür zu setzen.

“Siri – buy two tickets to see Skyfall” – glaubt man den Pressemeldungen, dann sollen wir in Zukunft so mit Apples Spracherkennungs-Assistent unsere Kinokarten kaufen. Wir sagen wieviel Karten wir für einen Kinofilm haben möchten, schon wird uns Siri eine Auswahl an möglichen Kinos und Zeiten präsentieren. Für diese neue Siri-Funktion wird Apple in den USA mit NBC-Universal und dessen Ticket Service Fandango kooperieren.

Entdeckt wurde die neue Funktion nach der Veröffentlichung der Beta-Version von iOS 6.1 – auf diese Version haben registrierte Entwickler bereits Zugriff. Optimal ist die neue Siri-Funktion nicht, denn der Kartenkauf muss über die Fandango-App abgewickelt werden. Damit steht schon jetzt fest, dass Kinokarten nur in den USA und auch nicht für jedes Kino gekauft werden können.

Besser wäre es, wenn auch andere Entwickler die neue Siri-Funktion nutzen könnten – und der Kartenkauf einfach über Passbook abgewickelt würde. Wann Apple auch mit europäischen Kinokarten-Diensten kooperieren wird, dass ist leider unbekannt.

Bislang war die aktuelle YouTube-App für iOS 6 nur im US-Store zu finden, doch jetzt ist die Video-App auch in Deutschland für den App-Store freigegeben. Das wurde auch Zeit, denn iOS 6 wurde bisher mehr als 100 Millionen Mal heruntergeladen.

Laut Google kann die neue YouTube-Appj auf alle verfügbaren Videos zugreifen. Das war in der Vergangenheit wohl nicht der Fall, doch jetzt sollt Ihr bei YouTube “zehntausende Videos” zusätzlich zur Auswahl haben.

Die neue App hat ein moderneres Interface, gut strukturierte Menüs und alle wichtigen YouTube-Funktionen. Ihr habt problemlos Zugriff auf Playlist, Favoriten und die verschiedenen Kanäle. Wenn Ihr eingeloggt seid, werden auch die abonnierten Kanäle angezeigt. Google hat die Suche überarbeitet und die Bedienung mit Autovervollständigen und Spracherkennung vereinfacht. Das Anzeigen von Werbung vor den Videos könnt Ihr deaktiviert.

Allerdings ist die YouTube-App zur Zeit noch nicht für den 4 Zoll Retina-Display des neuen iPhone 5 optimiert und unterstützt deshalb nicht das 16:9 Format – Ihr bekommt daher am oberen und unteren Display-Rand schwarze Balken zu sehen. Und auch die Besitzer von iPads müssen noch auf eine eigene Version warten – aber laut Google soll zumindest die iPad-App schon demnächst erscheinen.

Bei der Präsentation der iOS-App hat Andrey Doronichev gesagt: “You’ve already shown us you love YouTube on mobile – to the tune of 1 billion mobile views a day – so we can’t wait to see what you think about this new experience.” Die neue iOS-App steht für iPhone und iPod touch zum kostenlosen Download im App-Store bereit. Alternativ könntet Ihr YouTube auch noch über die mobile Website aufrufen.

Wir waren wieder in Deutschlands größtem mobilen Büro unterwegs – der Deutschen Bahn. Kurz gesagt: Alle hatten die “DB Tickets App” genutzt, alle die richtigen Tickets auf den richtigen Geräten dabei und alle saßen im richtigen Zug – trotzdem hatten wir einen Schwarzfahrer in unserer Runde. Wie konnte das passieren?

Im Januar 2012 sind wir durch eine Meldung bei Mac & i auf die Bahn-App aufmerksam geworden. Mit einer “DB Tickets App” aus dem iTunes-Store sollte ein Zugticket nicht mehr per MMS versendet werden, sondern auf Apple-Geräten gleich über die App verfügbar sein. So sollte auch das lästige Ausdrucken der Online-Tickets entfallen.

Hörte sich gut an – und nach dem Download hat die Bahn-App auch wunderbar funktioniert. Probleme mit der App, mit einem Ticket oder mit einem Zugbegleiter hatte bisher keiner von uns. Doch diese schöne Zeit endete leider, denn das Ticket auf dem iPad unseres Kollegen wurde plötzlich von einem Zugbegleiter nicht akzeptiert. Das “digitale Ticket” sei auf einem “Tablet-Computer” nicht gültig, unser Kollege daher ein “Schwarzfahrer”.

Wir haben den Zugbegleiter auf den iTunes-Store verwiesen, denn dort steht: Die “DB Tickets App” ist kompatibel mit iPhone, iPod touch und … dem iPad. Doch Kompatiblität hat den Zugbegleiter nicht interessiert. Im Beschreibungstext der App stehe ja, dass man ein “Handy-Ticket” kauft. Dadurch würde das iPad doch automatisch ausgeschlossen, denn damit könnte man ja nicht telefonieren.

Was ist mit Voice over IP oder Video-Telefonie über Skype und Facetime? Unsere Not-Argumente wurden vom Zugbegleiter nicht akzeptiert. Im Gegenteil: Wenn unser Kollege schon mit seinem iPad ins Internet gehen kann, dann hätte er ja gleich ein “Online-Ticket” kaufen können. Sein ungültiges “Handy-Ticket” hätte er auf dem iPad auch über die “Buchungsrückschau” als “Online-Ticket” abrufen können – das würde dann in ausgedruckter Form als gültig akzeptiert. (Wohlgemerkt: Das ausgedruckte “Online-Ticket” wäre dann mit dem zuvor ungültigen Ticket völlig identisch!) Tja – leider hatten gerade wir keinen Drucker im Reisegepäck. Es nutzte kein Reden und kein Argument, der Zugbegleiter blieb hart und kassierte von unserem Schwarzfahrer.

Sind die Bahn-Tickets auf dem iPad wirklich ungültig? Obwohl die Deutsche Bahn ihre “DB Tickets App” für iPhone und iPad ausdrücklich als Teil ihres mobilen und reisebegleitenden Service bewirbt? Einen halben Tag haben wir mit der Service-Hotline der Bahn verbracht, um am Ende zu erfahren: Der Zugbegleiterer hatte recht! Zwar steht in den Beförderungsbedingungen der Bahn:

“Bei der Fahrkartenkontrolle hat der Reisende (…) die App “DB Tickets” mit Anzeige des Barcodes oder der Fahrkartendaten auf dem Display des mobilen Endgerätes bei aktivierter Hintergrundbeleuchtung vorzuzeigen.”

Doch solch ein mobiles Endgerät erkennt die Bahn bei Apple nur das iPhone an! Bei der Formulierung der Beförderungsbedingungen ist offenbar nicht ans iPad – oder ähnliche Geräte – gedacht worden. Diese Beförderungsbedingungen stammen außerdem noch vom Dezember 2011 – und sind damit ein halbes Jahr älter, als unsere Version der “DB Tickets App”. Wer der Bahnwerbung glaubt und die App auf dem iPad nutzt, der ist tatsächlich ein Schwarzfahrer!

So ein Ticket-Fehlkauf per iPad – samt peinlicher Diskussion im überfüllten Abteil – kann nicht nur unserem Kollegen passiert sein. Es müssen im letzten halben Jahr doch hunderte von Beschwerden bei der Bahn eingegangen sein. Und trotzdem aktualisiert niemand die Beförderungsbedingungen, ändert die Werbung oder streicht im App-Store einfach iPad und iPod touch aus der Liste der kompatiblen Geräte? Unglaublich!

Was bleibt als Erkenntnis: Ein regulär gekauftes Ticket ist für die Deutsche Bahn noch lange kein gültiges Ticket.

1. UPDATE: Scheint so, dass Zugbegleiter die Tablets allgemein ablehnen. Ein Leser hat mich darauf aufmerksam gemacht, dass auch das Google Nexus seiner Bekannten nicht als “mobiles Endgerät” akzeptiert wurde.

Ihr Erlebnis mit der Deutschen Bahn beschreibt Nicole Ebbers auf antischokke.de recht anschaulich. Ihre Lösung für das Ticket-Problem: Sich über die “Buchungsrückschau” das ungültige Ticket als MMS auf das Smartphone zusenden lassen – auch dann hat man wieder ein gültiges Ticket.

Ebbers fragt sich natürlich auch: Warum wird von der Deutschen Bahn im Play-Store eine App für das Nexus 7 angeboten, wenn man die Tickets dann auf dem Nexus nicht nutzen kann?

2. UPDATE: Auf Facebook hat sich die Bahn zwar einer Stellungnahme enthalten, aber auf Twitter hat man sich zur Problematik geäußert: “Das Handy-Ticket/Online-Ticket bitte nicht per iPad vorzeigen.” Es wurde auch gefragt, warum es die App trotzdem für das iPad gibt. Die Bahn-Antwort: “Dies ist dem Fachbereich bereits bekannt und noch in Klärung.”

Nicole Ebbers