Google

Google präsentiert eine neue Abwandlung vom Android Betriebssystem. Android Wear stellt eine innovative Software für Smartwatches dar! Die LG G Watch und Moto 360 sind bereits zwei Uhren, die sich aktuell in der Entwicklung befinden und auf Android Wear setzen.

Damit heizt Google jetzt schon die Entwicklung im Bereich Smartwatches an, während Apple wohl erst im Sommer mit der iWatch beeindrucken kann.

Android Wear soll sich zukünftig auch in Fitness-Geräten, Tablets und Smartphones wiederfinden. Dank integriertem Google Now wird auch eine Sprachsteuerung ermöglicht. Auf Youtube gibt es bereits coole Videos zu Android Wear:


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Die Übernahme des Start Up NEST durch Google liegt nun ein paar Tage zurück und so langsam kristallisiert sich immer mehr heraus, wofür Google 3,2 Milliarden Dollar auf den Tisch gelegt hat: Köpfe. Der namhafteste dieser Köpfe ist sicherlich der “iPod Vater” Tony Fadell, der einst unter Steve Jobs bei Apple das Gesamtkonzept aus iPod & iTunes erarbeitete und nach dem Ausscheiden bei Apple NEST gründete, um ehemals graue Massenware wie Feuermelder und Thermostate zu echten Lifestyle-Gadgets zu machen.

nest-thermostat

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Google verwandelt sich in Cyberdyne Systems

von horchposten am 27. Januar 2014 in Allgemein

Google hat das britische StartUp DeepMind-Technologies gekauft. Klingt wie eine normale Firmenübernahme – wenn da nicht deren Geschäftsfeld wäre: Künstliche Intelligenz!

Zwar ist noch nicht bekannt, in welchem Geschäftsbereich Google die KI-Algorithmen von DeepMind einsetzen will, doch unter Googles früheren Firmenkäufen könnte der Roboterhersteller Boston Dynamics ein möglicher Technologiepartner zu sein. Zukünftig könnten autonome Google-Roboter dann in der Pflege, in Lagerhallen und als Paketzusteller arbeiten … oder auch beim US-Militär. Klingt gruselig, denn mit dieser Firmenübernahme scheint sich Google tatsächlich in Cyberdyne Systems zu verwandeln. Filmfans kennen Cyberdyne bestimmt aus James Camerons Terminator-Film. Auch dort wird mit Hilfe von “artificial intelligence” an Militärtechnik gearbeitet – und letztlich Skynet und die Terminatoren erschaffen.

Künstliche Intellligenz. Quantencomputer. Roboter. Das kennen wir doch schon irgendwoher...

Künstliche Intellligenz. Quantencomputer. Roboter. Das kennen wir doch schon irgendwoher. (Screenshot: T3 Screensaver)

Klingt überdreht? Nun – vor einem Monat klang es auch nach Science-Fiction, dass man eines Tages die Welt mit den Augen eines Terminators sehen könnte. Dann präsentierte Babak Parviz die elektronische Google-Kontaktlinse. Diese HighTech-Kontaktlinse soll zunächst nur medizinische Daten aus der Tränenflüssigkeit auslesen, später werden die Linsen wohl auch die Uhrzeit oder die Geschwindigkeit unseres Autos einblenden. Vorbild für diese Technik ist tatsächlich der Terminator – das erklärte der heutige Google Mitarbeiter Praviz einst der Presse, als er noch Professor für Elektrotechnik an der University of Washington war. Auch das Pentagon hat schon vor Jahren sein Interesse an dieser Linsentechnik gezeigt – und die Militärs werden bestimmt nicht an eine zivile Nutzung gedacht haben.

Zwar distanziert sich Google von Meldungen, in denen dem Internet-Konzern unterstellt wird, dass man sich in ein Rüstungsunternehmen verwandelt – jedoch hat Google die alten Verträge zwischen Boston Dynamics und dem US-Militär nicht gekündigt. Ein Großteil seiner Fördermittel kassierte Boston Dynamics außerdem von der Defense Advanced Research Projects Agency (Darpa), der Forschungsabteilung des Pentagons.

Laut dem Journalisten Nicola Jones haben Google und die NASA außerdem im letzten Jahr von der kanadischen Firma D-Wave einen 512-Qubit-Quantencomputer für ein “Artificial Intelligence Lab” gekauft. Im Nature Magazin und bei Scientific American erklärte Jones, dass dieser Computer für “language translation, image searches and voice-command recognition” eingesetzt werden soll – aber halt auch für “machine learning”.

Von den Google-Forschern soll dieser Quantencomputer auch schon bei der Entwicklung von Google Glass genutzt worden sein – um beispielsweise unterschiedliche Arten des Blinzelns zu analysieren. Bis Ende 2014 will D-Wave bereits die nächste Computergeneration mit 2048 Qubits (!) entwickeln – und Google soll bereits Interesse signalisiert haben. Zu den Investoren bei D-Wave gehören u.a. der Amazon-Gründer Jeff Bezos und – die CIA.

Schaut man sich jetzt also Googles letzte Firmenübernahme an, dann dürfte der Konzern mit den KI-Algorithmen von DeepMind tatsächlich an der Entwicklung eines Quantencomputers mit künstlicher Intelligenz arbeiten. Klingt ernsthaft nach Cyberdyne Systems und Skynet…

Ach ja – bevor im letzten Jahrhundert überhaupt jemand an die Gründung der Firma Google dachte, da hatte der visionäre SciFi-Schriftsteller William Gibson in seinen Büchern bereits den “Cyberspace” und die “Matrix” erfunden. Doch im 21. Jahrhundert erklärte Gibson in Interviews immer wieder frustiert, dass es für ihn unmöglich geworden sei, noch über die Zukunft zu schreiben. Er selbst schreibe keine SciFi-Bücher, sondern nur noch über die Gegenwart. Noch Fragen?

 

Hinweis: Wer mehr darüber wissen will, wie man auf einem Quantencomputer programmiert, der sollte sich im Developer-Bereich von D-Wave die Tutorials ansehen.

“Mastering quantum computer programming is quite a challenge. It’s unlike any other type of programming out there.”

Offene Stellen gibt es bei D-Wave zur Zeit in den Bereichen Hardware Engineering, Processor Development und Application Development.

 

Wieder hat der Weihnachtsmann seinen Schlitten mit Geschenken bepackt und sich auf die Reise rund um die Welt gemacht. Aber wo ist der Weihnachtsmann wohl gerade? Diese Frage bekommen heute Millionen Eltern von ihren Kindern gestellt. Schnell zum Smartphone oder Tablet greifen und einen Blick auf den Google Santa Tracker werfen – schon ist man der Held für seine sehnsüchtig wartenden Kinder. :-)

Die interaktive Website von Google gibt es schon seit einigen Jahren – und unterscheidet sich kaum vom Vorjahr. Der Weihnachtsmann – bzw. Santa Claus – wird bei Google Maps über ein Schlitten-Radar bei seiner Reise in Echtzeit beobachtet. Kleine Browser-Games für die Kids gibt es kostenlos dazu.

Viel Vergnügen mit dem Google Santa Tracker und schöne Festtage wünscht das Arktis-Team.

 

Die Marke Apple ist wertvoller als Google oder Coca-Cola

von horchposten am 30. September 2013 in Allgemein

Vom iPhone 5s und iPhone 5c hat Apple innerhalb weniger Tage 9 Millionen Geräte abgesetzt – und jetzt wirken sich diese Verkaufserfolge auch auf Apples Markenwert aus. So sieht es zumindest die Consulting-Firma Interbrand, die in ihrer jährlichen Studie Best Global Brands erstmals Apple als wertvollste Marke der Welt einstuft. Interbrands CEO Jez Frampton kommentiert den Erfolg der Marke Apple so:

„Every so often, a company changes our lives — not just with its products, but with its ethos. This is why, following Coca-Cola’s 13-year run at the top of Best Global Brands, Apple now ranks #1. Tim Cook has assembled a solid leadership team and has kept Steve Jobs’ vision intact – a vision that has allowed Apple to deliver on its promise of innovation time and time again.“

Ist da jemand etwa ein Fan von Steve Jobs? Für Framptons Lobgesang gibt es jedoch gute Gründe. Interbrand beziffert den Wert der Marke Apple auf 98,3 Milliarden US-Dollar – im Vergleich zum Vorjahr ist dies eine Wertsteigerung von 28 Prozent! Da konnte nur Google den Anschluss halten – die Marke Coca Cola ist dagegen auf den dritten Platz abgerutscht.

Marken Statistik: Markenwert der zehn wertvollsten Marken weltweit

 

Bildnachweis: Die Infografik über den Markenwert der zehn wertvollsten Marken wurde von Mathias Brandt für die Statista GmbH erstellt und unter Creative-Commons-Lizenz (CC BY-ND 3.0) veröffentlicht.

Mehr Infografiken über Apple, Google und andere Marken, sowie Statistiken und Studien zu vielen weiteren Themen, sind über die deutsche Website und die amerikanische Website der Statista GmbH zu finden.

 

Oh Gott – Google hat das Internet gesprengt

von horchposten am 17. August 2013 in Allgemein

Ein Ausfall zahlreicher Google-Dienste hat am Samstag in der Frühe die weltweiten Internetaktivitäten um etwa 40 Prozent einbrechen lassen. Hat Google das Internet gesprengt? Könnte man meinen, doch tatsächlich waren wohl nur die Google Server für wenige Minuten nicht erreichbar.

Für kurze Zeit auf die Google Suche oder auf YouTube zu verzichten hat zahlreiche Menschen verzweifeln lassen. Das ohne Google das Internet nicht funktioniert, dass scheinen wirklich einige Menschen zu glauben. Zugegeben: wer sich nur auf Google Dienste verlässt, der hatte tatsächlich ein kurzeitiges Problem, denn der Server-Ausfall betraf eine lange Liste weiterer Google Dienste:

Google Analytics, Google Drive, Google Docs, Google Groups, Google Kalender, GMail, Google Maps, GooglePlus, Google Präsentationen, Google Sites, Google Tabellen, Google Talk, Google Voice und auch Blogger.

Inzwischen scheinen alle genannten Google-Dienste wieder normal zu laufen. Weil Google sich angeblich nicht zum Technik-Ausfall geäußert hat, gibt es aber über den Zeitpunkt des Ausfalls in einigen deutschen Medien unterschiedliche Angaben. Da helfen wir den Journalisten doch gerne mit genaueren Angaben. Am Samstag um 01:37 Uhr hat Google im Apps Status Dashboard folgende Meldung bei allen seinen Diensten angezeigt:

“Uns ist das Problem mit (…), das eine beträchtliche Untermenge an Nutzern betrifft, bekannt. Die betroffenen Nutzer können auf (…) zugreifen, es werden jedoch Fehlermeldungen angezeigt und/oder es tritt unerwartetes Verhalten auf. Wir stellen am 17.08.13 02:37 eine Aktualisierung zur Verfügung, in der wir detailliert angeben, wann wir das Problem erwartungsgemäß lösen können. Bitte beachten Sie, dass der Zeitpunkt eine Schätzung ist und sich möglicherweise ändert.”

Am Samstag war also tatsächlich der besagte Serviceausfall. Schon um 01:48 Uhr meldete sich Google dann mit diesen Wort zurück:

“Das Problem mit (…) sollte gelöst sein. Wir entschuldigen uns für die Unannehmlichkeiten und danken Ihnen für Ihre Geduld und fortwährende Unterstützung. Sie können sich sicher sein, dass Systemverlässlichkeit eine der höchsten Prioritäten bei Google ist und wir versuchen, unser System durch ständige Verbesserung zu perfektionieren.”

Das Unglück von Google war aber auch das Glück von Twitter, dass zeigt Topsy mit einer Analyse des Nachrichtenvolumens bei Twitter. Der Google-Ausfall führte bei Twitter zu einer regelrechten Nachrichtenflut. Jetzt meinen manche, dass ohne Twitter der Taffic-Verlust im Internet wohl noch größer gewesen wäre…

Was passiert bei Twitter, wenn Google ausfällt?

Was passiert bei Twitter, wenn Google ausfällt?

Hinweis: Die Grafik von Topsy zeigt nicht die mitteleuropäische Zeit (MEZ), sondern die Greenwich Mean Time (GMT). Die Google Zeitangaben entsprechen dagegen der mitteleuropäischen Zeit.

 

Heute ist der Tag, an dem unser geliebter Google Reader endgültig auf dem Google Graveyard landete. (Seufz!) An diesem Trauertage möchten wir die Internet-Gemeinde jedoch darum bitten, dass sie heute auch all der anderen “Great Ideas” gedenkt, die Google schon zuvor erfolgreich unter die Erde gebracht hat. Tatsächlich soll ja ein Google Dienst durchschnittlich nur vier Jahre überleben. Oh weh – der nächste Todesfall ist also bald zu erwarten. Düstere Zeiten.

Google Reader: R.I.P.

(Schluchz!)

 

Google Graveyard: A Google Projects Resting Ground

 

Hinweis: Zuerst hatte Lars Budde diese tolle Friedhof-Infografik im WordStream-Blog entdeckt und bei t3n rebloggt. Die Google-Infografik stammt ursprünglich von Elisa Gabbert – einer Content Marketing Managerin und Bloggerin. Ihren dazugehörigen Artikel findet man im WordStream-Blog unter Google Products Graveyard.

Im ZDF-Blog finden Interessierte außerdem einen weiteren Artikel über die Tücken von Googles kostenlosen Diensten.

 

In Berlin sind die genialen Filmemacher von Pixar bei Apple Deutschland zu Gast, um hier die MONSTER UNI zu promoten. Vermutlich werden die meisten von Euch keine Chance haben, an diesem Apple Event teilzunehmen, doch wir haben da eine tolle Alternative:

Am 15. Juni gibt es ein Google+ Hangout mit Regisseur Dan Scanlon und Produzentin Kori Rae!

Ihr könnt von 15:00 Uhr bis 15:45 Uhr live dabei sein, wenn Scanlon und Rae die Fragen von Journalisten und Bloggern beantworten und Hintergrundinformationen zum neuen Monster-Film preisgeben. Das sollten sich Pixar-Fans nicht entgehen lassen.

Update: Wer am am 15. Juni die Fragerunde mit Regisseur Dan Scanlon und Produzentin Kori Rae verpasst hat, für den haben wir jetzt den Event als YouTube Video. Viel Spaß mit den Machern der MONSTER UNI!

 

 

Was wurde von der Presse nicht alles erwartet: eine neue Facebook-App, ein Handy-Betriebssystem, ein Facebook-Phone oder auch ein Facebook-Tablet. Der Erwartungsdruck war enorm, doch in Menlo Park hat Konzern-Chef Mark Zuckerberg der Weltpresse etwas anderes präsentiert: Eine Facebook-Suche namens Graph Search.

Wie funktioniert Facebooks Graph Search?

Mit Graph Search wurde bei Facebook endlich die alte Suchfunktion komplett überarbeitet. Und vor allem: Graph Search ermöglicht eine semantische Suche! Auf präzise Fragen sollen per Graph Search konkrete Antworten gefunden werden – und keine Linklisten, wie bei Google. Zur Erinnerung: Davon hat Mark Zuckerberg schon im September 2012 auf der Disrupt-Konferenz gesprochen. Zwei Facebook-Entwickler haben Graph Search und die neuen Möglichkeiten auf der Pressekonferenz demonstriert:

  • Nach Personen suchen: “Friends who live in my city”, aber auch “software engineers who live in San Francisco and like skiing” oder “people who like things I like”.
  • Nach Fotos suchen: “Photos I like”, aber auch “photos of the Eiffel Tower” oder “photos of my friends before 1999″.
  • Nach Orten suchen: “Restaurants in San Francisco”, aber auch “countries my friends have visited” oder “restaurants in New York liked by CEOs”.
  • Nach Interessen anderer Menschen suchen: “Music my friends like”, aber auch “books read by CEOs” oder “pages liked by people who work at Facebook”.

Mit dieser semantischen Suche bekommt man tatsächlich Antworten genannt – aber auch Ansprechpartner. Wie sagt es doch Philipp Roth auf Allfacebook.de so schön: “Die Facebook-Suche wird endlich brauchbar”. Und wie nebenbei werden bei jeder Suche auch neue Kontakte gefunden. Ein Fest für Netzwerker. ;-)

Wer Graph Search besonders effektiv nutzen will, muss jedoch geschickt mit Schnittmengen und Facebook-Kategorien arbeiten. Hört sich kompliziert an, ist aber schnell gelernt.

Die Reihenfolge der Suchergebnisse soll sich durch Relevanz ergeben, als Ranking-Faktoren werden dabei wohl die Anzahl der Likes, der Shares und der Kommentare berücksichtigt. Im Facebook Newsroom schreiben die Graph Search Entwickler dazu auch folgendes: “All results are unique based on the strength of relationships and connections”. Wie Facebook wohl die “strength of relationships” messen und einbinden wird? Ganz einfach: Mit dem Social Graph!

Wie nutzt Facebook den Social Graph für seine Suche?

Mit der Bezeichnung “Graph” macht Facebook deutlich, dass bei jeder Suche der sogenannte “Social Graph” ausgewertet wird. Als Social Graph bezeichnet man das soziale Beziehungsgeflecht, das Menschen miteinander verbindet – und das größte soziale Netzwerk kennt dieses Beziehungsgeflecht ganz genau. Wenn ein Facebook-Nutzer einen Share-Button drückt, dann wird diese Aktion als Teil des Social Graph gespeichert. Mit der Auswertung des Social Graph wird Facebook bei jeder Suchanfrage allgemeine Informationen mit sozialen Informationen verknüpfen – so werden vollständig personalisierte Suchergebnisse geliefert. Von dieser Art der sozialen Suche träumt eigentlich auch Google, doch Graph Search hat keine Ähnlichkeit mit der Suche bei Google+ oder bei Google. Die obigen Suchbeispiele erinnern uns eher an Siri und Wolfram Alpha.

Auf welche Nutzer-Daten wird man mit Graph Search Zugriff haben?

Eine Milliarde Nutzer haben dem weltgrößten sozialen Netzwerk einen gigantischen Berg an Daten geschenkt, jetzt wird Facebook diese Daten für Graph Search nutzen. Allerdings werden die Privatsphären-Einstellungen der Nutzer respektiert. Es sollen nur solche Daten als Suchergebnisse angezeigt werden, die mit anderen Nutzern geteilt wurden oder als öffentlich markiert sind. Das könnte natürlich auch der Beziehungsstatus oder der Arbeitgeber sein.

Klingt so, als sei Graph Search das Anti-Google. Doch wenn Facebook die Suchanfragen nicht beantworten kann, dann werden diese an Microsofts Suchmaschine Bing weitergereicht. Auch diese Suchergebnisse werden direkt von Facebook angezeigt. Ähnliches kennt man von Web.de oder T-Online, dort werden Suchergebnisse von Google innerhalb des Online-Dienstes angezeigt. Mit der Integration von Bing wird die neue Facebook-Suche jedenfalls zu einer vollständigen Suchmaschine – und damit langfristig zu einem echten Konkurrenten für Google!

Wer sind die Graph Search Entwickler?

Einst waren sie bei Google für Marketing und Entwicklung zuständig – jetzt sind sie das neue Dream Team bei Facebook: Tom Stocky und Lars Rasmussen. Ausgerechnet zwei ehemalige Google-Mitarbeiter sind für Graph Search verantwortlich, dass ist schon eine kleine Sensation, denn mit Google+ hat ihr alter Arbeitgeber doch reichlich im Territorium von Facebook gewildert. Stocky ist der Öffentlichkeit eher unbekannt, doch Rasmussen hat sich mit seiner Arbeit an Google Wave und Google Maps einen Namen gemacht. Auch so manches Google-Patent trägt den Namen von Rasmussen, beispielsweise Patente fürs Digital Mapping System.

LESETIP: Lars Rasmussen hat dem “Sydney Morning Herald” schon im Jahr 2010 ein längeres und lesenswertes Interview gegeben: Why I quit Google to join Facebook.

Was bedeutet Graph Search für die Facebook-Seite von Arktis?

Facebook-Experte Thomas Hutter sieht bei Graph Search nicht nur “riesige Mehrwerte für den Nutzer”, sondern auch jede Menge Arbeit auf uns Unternehmen zukommen. Im Facebook Marketing Blog hat Hutter eine ersten Stellungnahme zur neuen Suchfunktion abgegeben und gleich einen Tipp für Unternehmen: “Die richtigen Fans für die Seiten zu finden und diese Fans zur laufenden Interaktion mit dem Unternehmen zu bringen, müsste nun im Fokus der Strategie stehen…” Hmmm – was auch immer Thomas Hutter mit “den richtigen Fans” meint, wir haben jedenfalls schon einige Ideen für noch mehr Interaktion mit unseren Arktis-Fans. ;-)

Allerdings hat Arktis bei Graph Search auch die Fotosuche im Blick. Unternehmen mit guten und beliebten Produktfotos werden über Graph Search sicherlich einige Nutzer auf ihre Facebook-Seite locken können, vergleichbare Erfahrungen gibt es mit Pinterest. Arktis wird also noch mehr Produktfotos veröffentlichen.

Offen bleibt, wie weit sich Facebook-Nutzer auf die semantische Suche einlassen und mit Fragen experimentieren werden. Mögliche Suchanfragen sind: “iPhone-Cases liked by girls, iPhone-Cases my friends like” oder iPhone-Cases liked by Arktis-Fans . Ob diese Suchanfragen aber auch gestellt werde? Wir werden es sehen. Auf jeden Fall werden im Arktis-Store alle Produktinfos und im Arktis-Blog alle Beiträge immer so aufbereitet sein, dass diese schnell geliked werden können.

FAZIT: Mit Graph Search wird Facebook wohl die soziale Suche perfektionieren. Und im Idealfall wird sich bei Facebook nicht nur die Auffindbarkeit von Unternehmen, sondern auch deren Sichtbarkeit deutlich erhöhen. Außerdem werden Unternehmen bei Facebook noch mehr Produktinfos und Produktfotos öffentlich zugänglich machen. Wenn es den Nutzern gefällt und eifrig der Like-Button gedrückt wird, dann wird Facebook auch zur weltgrößten Plattform für Empfehlungs-Marketing werden.

Wann ist Graph Search in Deutschland nutzbar?

Graph Search befindet sich noch in der Testphase: “Graph Search is in a limited preview or beta. That means Graph Search will only be available to a very small number of people who use Facebook in US English.” Laut Tom Stocky and Lars Rasmussen soll der Nutzerkreis aber stetig erweitert werden: “The roll out is going to be slow so we can see how people use Graph Search and make improvements.” So ist Facebook auch schon bei früheren Produkteinführungen vorgegangen.

Wer Graph Search als Beta-Version testen möchte und mit US-English keine Probleme hat, kann sich unter facebook.com/graphsearch in eine Warteliste eintragen. Zuvor sollte man aber in den Facebook-Settings seine Spracheinstellung auf “English (US)” umstellen! Auf die ersten Erfahrungsberichte sind wir schon gespannt.

WEITERE INFORMATIONEN: Zur Entstehung der neuen Facebook-Suchfunktion gibt es einige Infos direkt vom Entwickler Lars Rasmussen: Under the Hood: Building Graph Search Beta. Erste Gedanken über die Suche mit dem Social Graph haben sich auch Philipp Roth auf AllFacebook.de, Carsten Drees auf MobileGeeks.de und Yvonne Ortmann auf t3n.de gemacht.