Google Dienste

Oh Gott – Google hat das Internet gesprengt

von horchposten am 17. August 2013 in Allgemein

Ein Ausfall zahlreicher Google-Dienste hat am Samstag in der Frühe die weltweiten Internetaktivitäten um etwa 40 Prozent einbrechen lassen. Hat Google das Internet gesprengt? Könnte man meinen, doch tatsächlich waren wohl nur die Google Server für wenige Minuten nicht erreichbar.

Für kurze Zeit auf die Google Suche oder auf YouTube zu verzichten hat zahlreiche Menschen verzweifeln lassen. Das ohne Google das Internet nicht funktioniert, dass scheinen wirklich einige Menschen zu glauben. Zugegeben: wer sich nur auf Google Dienste verlässt, der hatte tatsächlich ein kurzeitiges Problem, denn der Server-Ausfall betraf eine lange Liste weiterer Google Dienste:

Google Analytics, Google Drive, Google Docs, Google Groups, Google Kalender, GMail, Google Maps, GooglePlus, Google Präsentationen, Google Sites, Google Tabellen, Google Talk, Google Voice und auch Blogger.

Inzwischen scheinen alle genannten Google-Dienste wieder normal zu laufen. Weil Google sich angeblich nicht zum Technik-Ausfall geäußert hat, gibt es aber über den Zeitpunkt des Ausfalls in einigen deutschen Medien unterschiedliche Angaben. Da helfen wir den Journalisten doch gerne mit genaueren Angaben. Am Samstag um 01:37 Uhr hat Google im Apps Status Dashboard folgende Meldung bei allen seinen Diensten angezeigt:

“Uns ist das Problem mit (…), das eine beträchtliche Untermenge an Nutzern betrifft, bekannt. Die betroffenen Nutzer können auf (…) zugreifen, es werden jedoch Fehlermeldungen angezeigt und/oder es tritt unerwartetes Verhalten auf. Wir stellen am 17.08.13 02:37 eine Aktualisierung zur Verfügung, in der wir detailliert angeben, wann wir das Problem erwartungsgemäß lösen können. Bitte beachten Sie, dass der Zeitpunkt eine Schätzung ist und sich möglicherweise ändert.”

Am Samstag war also tatsächlich der besagte Serviceausfall. Schon um 01:48 Uhr meldete sich Google dann mit diesen Wort zurück:

“Das Problem mit (…) sollte gelöst sein. Wir entschuldigen uns für die Unannehmlichkeiten und danken Ihnen für Ihre Geduld und fortwährende Unterstützung. Sie können sich sicher sein, dass Systemverlässlichkeit eine der höchsten Prioritäten bei Google ist und wir versuchen, unser System durch ständige Verbesserung zu perfektionieren.”

Das Unglück von Google war aber auch das Glück von Twitter, dass zeigt Topsy mit einer Analyse des Nachrichtenvolumens bei Twitter. Der Google-Ausfall führte bei Twitter zu einer regelrechten Nachrichtenflut. Jetzt meinen manche, dass ohne Twitter der Taffic-Verlust im Internet wohl noch größer gewesen wäre…

Was passiert bei Twitter, wenn Google ausfällt?

Was passiert bei Twitter, wenn Google ausfällt?

Hinweis: Die Grafik von Topsy zeigt nicht die mitteleuropäische Zeit (MEZ), sondern die Greenwich Mean Time (GMT). Die Google Zeitangaben entsprechen dagegen der mitteleuropäischen Zeit.

 

Heute ist der Tag, an dem unser geliebter Google Reader endgültig auf dem Google Graveyard landete. (Seufz!) An diesem Trauertage möchten wir die Internet-Gemeinde jedoch darum bitten, dass sie heute auch all der anderen “Great Ideas” gedenkt, die Google schon zuvor erfolgreich unter die Erde gebracht hat. Tatsächlich soll ja ein Google Dienst durchschnittlich nur vier Jahre überleben. Oh weh – der nächste Todesfall ist also bald zu erwarten. Düstere Zeiten.

Google Reader: R.I.P.

(Schluchz!)

 

Google Graveyard: A Google Projects Resting Ground

 

Hinweis: Zuerst hatte Lars Budde diese tolle Friedhof-Infografik im WordStream-Blog entdeckt und bei t3n rebloggt. Die Google-Infografik stammt ursprünglich von Elisa Gabbert – einer Content Marketing Managerin und Bloggerin. Ihren dazugehörigen Artikel findet man im WordStream-Blog unter Google Products Graveyard.

Im ZDF-Blog finden Interessierte außerdem einen weiteren Artikel über die Tücken von Googles kostenlosen Diensten.